
Wie es der zufall will, habe ich gestern einen guten freund hier in Bayern getroffen…
Also erstmal gestern abend etwas gemeinsam schnabuliert und über alte zeiten geplaudert. Leider ist er am wochenende richtig beschäftigt, so dass wir uns nur abends wieder treffen und vielleicht die gegend ein wenig unsicher machen können.
Und da ich ja bis montag noch zur untätigkeit verdammt bin, hat er mir kurzerhand angeboten, mit seinem cabrio ein wenig durch die gegend zu düsen…

Ein klick ins bild vergrössert das ganze.
Zwar hat es heute morgen dann etwas geregnet, aber schon für heute mittag ist besseres wetter angesagt. Und so werde ich heute und eventuell auch morgen mal etwas offen fahren und mir die gegend anschauen. Erstmal gehts jetzt richtung Passau und dann sehen wir weiter… Und ach sieh an, die ersten sonnenstrahlen lassen sich auch schon blicken…
Btw… Arbeiten die grünen funken samstags auch? Nur so wegen radar und so…
Schönen restsamstag wünsche ich.

Eben habe ich mir das bevorzugte gemüse der einheimischen einverleibt…
Eigentlich heisst der Radi ja Rettich. Radi heisst er nur, weil die Bajuwaren mal einen torwart hatten, dessen kopf starke ähnlichkeit mit der würzigen knolle hatte. Aber das nur nebenbei… Wenn man den einheimischen glauben darf, dann ist der Radi ja eine wahre wunderknolle. Denn er soll gut sein gegen kopfschmerzen, schweissfüsse, bluthochdruck, fußpilz, hämmorhoiden und sogar gegen kreisrunden haarausfall.
Also gut gegen alles, was den gemeinen Bayern so im alltag plagt. Und man munkelt sogar, dass die südlichen mitbürger sich den saft dieser knolle unter die arme reiben, damit bei diesen temperaturen das deo nicht versagt…
Aber ich muss sagen, dass man den Radi gemeinsam mit einer brezn sogar essen kann… Nur zu viel salz sollte man nicht benutzen, sonst bekommt man nämlich auch noch durst…

Die beste erfindung der süddeutschen bundesbürger sind ja die biergärten…
Obwohl ich jetzt gar nicht so genau weiss, ob sie die wirklich erfunden haben.
Aber das ist auch zweitrangig, denn auf jeden fall haben sie diese tradition perfektioniert. Da wird in jeder freien minute, ob während der arbeitszeit oder nach getanem tagewerk, der biergarten aufgesucht… Meistens sind diese gärten von ein paar schatten spendenden hohen bäumen umrahmt, so dass man nicht in der prallen sonnen sitzen muss.
Und abends gehts dann meistens mit kind und kegel raus und wenn die kurzen dann ins bett müssen, werden die mamas kurzerhand mit dem nachwuchs nach hause geschickt und die männerwelt ist wieder unter sich. Eine sehr löbliche erfindung…
Und dann sitzt wirklich der handwerker neben dem doktor und der pastor neben dem lagerarbeiter. Auch “touristen” wie ich finden dort relativ schnell anschluss und wenn man glück hat, kann man sich auch an einer ordentlichen runde Schafskopf beteiligen. Standesdünkel gibts da nicht, zumindest hab’ ich das bisher nicht beobachtet…
Und erst wenn es dunkel wird, wird so langsam aber sicher der heimweg angetreten. Scheinbar haben die Bajuwaren einen unstillbaren drang, abends an der frischen luft ihr weissbier zu süffeln. Was ja auch in gesellschaft entschieden angenehmer ist als alleine in den heimischen vier wänden…
Zwar gibt es auch in anderen bundesländern mehr oder weniger grosse biergärten, aber niemand anders hält diese tradition so hoch wie die Bayern. Wie sieht das eigentlich bei euch aus? Gibts bei euch auch biergärten? besucht ihr diese auch mehr oder weniger häufig? Oder ist euch das vollkommen fremd?
Übrigens kann man dort auch antialkoholische getränke zu sich nehmen. Auch wenn das einem echten Bayern wahrscheinlich niemals in den sinn käme…

Mit dieser überschrift wollte ich jetzt nicht ausdrücken, dass sich ein bayrisches gen in meinen astralkörper verlaufen hätte…
Vielmehr wollte ich damit sagen, dass ich ab montag wieder zwei volle wochen in Bayern weile. Die grosse rundreise wird über München und Passau bis ind Allgäu führen. Kleine abstecher in den bayrischen wald nach Cham und Viechtach sind ebenso eingeplant, Und am wochenende vielleicht ein kuzer abstecher ins angrenzende Tschechien…
Wie immer an dieser stelle die anmerkung, dass falls jemand in der nähe wohnhaft ist und lust auf ein kleines treffen hat: Meine mailaddy steht im impressum und die telefonnummer gibt es auf anfrage. Derweil werde ich mich heute abend beim kegeln schon mal wieder auf die regionalen gepflogenheiten einstellen und das Kölsch nur aus eimern trinken.
Es wird mir ja auf ewig ein unergründliches geheimnis bleiben, warum die südlichen ureinwohner immer nur aus nachttöpfen trinken. Vielleicht ist es mir ja möglich, in nächster zeit ein wenig kultur in das volk am rande der Alpen zu bringen. Denn scheinbar wird man dort mit einem natürlichen gen zum gigantismus geboren….

Relativ blöder titel, aber meine wortschöpfung hat mir so gut gefallen…
Seit letzter woche montag hab’ ich hier nämlich so alles abgegrast, wo wintersport-touristen in ein paar monaten wieder richtig geld lassen werden. Meine rundreise ging unter anderem nach Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Inzell, Berchtesgarden, Ruhpolding, Oberstdorf und Reit im Winkl und ich muss sagen, dass diese ski-regionen auch im sommer durchaus reizvoll sind. Was sich ja durch die grosse zahl der touristen um diese jahreszeit von selbst erklärt…
Das nächste mal werde ich die ecke hier unten wahrscheinlich im winter nächsten jahres abgrasen, wo dann die landschaft wieder ihren eigenen reiz hat. Aber generell kann ich das land hier unten nahe der grenze zu Österreich als urlaubsgebiet schon sehr empfehlen. Zumindest für diejenigen, die wie ich nicht so die sonnenanbeter sind und einem urlaub am strand eher abgeneigt sind. Freizeit - und bademöglichkeiten gibts allerdings auch hier mehr als reichlich….
Naja, das soll ja hier kein urlaubsempfehlungsbeitrag (noch so ‘ne wortschöpfung…
) werden. Heute fahre ich auf jeden fall noch nach Regensburg rüber und morgen gehts mit einem hoffentlich kurzen abstecher nach Bamberg dann wieder nach hause. Und in den nächsten 14 tagen werde ich dann um hotels wieder einen grossen bogen machen. Vielleicht kann ja jetzt jemand verstehen, warum ich absolut keinen bock auf urlaub habe…
Was bevorzugt ihr eigentlich? Strandurlaub oder erholung in den bergen?