Abflug

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Und gleich gehts wieder richtung heimat…

Nach zwei wochen hotel freue ich mich darauf, wieder in meinem eigenen bett zu schlafen, daheim zu essen und mich mit freunden zu treffen. Es ist zwar immer schön, auch mal andere leute in anderen städten kennen zu lernen, aber daheim ist eben daheim… Knapp 650 kilometer heimfahrt warten auf mich und wenn kein stau mich aufhält, dann werde ich in etwa fünf stunden wieder in Köln sein… :freude:

Vollgetankt ist der bock, jetzt nochn tässchen kaffee in der sonne von Passau und auf gehts im tiefflug… :cool: Ich wünsche euch schon mal ein schönes, erholsames wochenende, man liest sich…

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Stasi-Methoden

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Seit anfang des monats herrscht ja in bayrischen kneipen und festzelten rauchfreiheit…

Naja, das dürften sich die bayrischen raucher selbst eingebrockt haben, denn wenn nur knapp 36% der bürger zur abstimmung gehen, dann darf man sich nicht wundern, wenn so etwas dabei rauskommt. Auch unsere neue regierung in NRW denkt ja schon über so etwas nach und ich bin wirklich mal gespannt, wie sich das bei uns entwickelt…

Aber eigentlich wollte ich mich hier nicht zum wiederholten mal über diesen mist aufregen. Aufregen kann ich mich aber über etwas anderes. Denn scheinbar ist es jetzt modern, hier in Deutschland wieder stasi-methoden anzuwenden. Oder wie sollte ich das beschwerdeformular des vereins Pro Rauchfrei e.V., namentlich vertreten durch den vorstandsvorsitzenden Siegfried Ermer, jetzt deuten?

Hier dürfen also per internet gaststättenbetreiber, firmen, vereine, behörden oder organisationen ungestraft angeschwärzt, oder besser gesagt verpfiffen werden. Ich finde das gelinde gesagt eine absolute unverschämtheit und das grenzt für mich wirklich schon wie ein rückfall in alte längst vergessene DDR-zeiten. Gibt es denn da keine rechtlichen möglichkeiten, um dieser selbsternannten aufsichtsbehörde mal die grenzen aufzuzeigen, ohne mit einem sturmtrupp mal die büroräume des vereins aufzusuchen?

Muss man sich jetzt als raucher schon gefallen lassen, sich von militanten nichtrauchern anonym anschwärzen zu lassen? Also mich würde ja nicht wundern, wenn der herr Ermer demnächst mal mit dicker nase in einer hecke liegt. Ist ja schnell passiert heutzutage, kann man sogar im netz organisieren… :cool:

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Raffininiiiiiiiiiert

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Also man kann ja viel über das einheimische bergvolk hier im süden behaupten, aber ausgeschlafen sind sie schon, diese Bayern:cool:

Denn zuerst dachte ich mir eben, es hätte sich nur um einen zufall gehandelt, als das weibchen der örtlichen aufsichtsbehörde am fahrzeug des vordermannes vorbei ging und schon zwei minuten später am auto vor ihm ein ticket befestigte. Interessehalber schaue ich ja auch immer mal nach, wie denn so die tarife in anderen städten sind und mit 20 €uro für 20 minuten parkzeit überziehen lag er auch gut im durchschnitt.

Deshalb war mein erstaunen auch um so grösser, dass der wagen vor mir keine verwarnung bekommen hatte, denn hinter seiner frontscheibe lag weder ein parkschein, noch eine parkscheibe oder gar eine ausnahmegenehmigung. Naja, er hatte sein auto allerdings in München zugelassen, während der vordermann aus Freiburg kam. Und da lag meine vermutung begründet, dass hier touristen oder geschäftsreisende schon mal eher mit einem knöllchen bedacht werden…

Ganz raffiniert, diese einheimischen. Erst alles in den freistaat locken, einen auf friede, freude, eierkuchen machen und dann eine kleine zusatzeinnahme per verwarnung einkassieren. Ich glaube, ich besorge mir jetzt eine kurzzulassung für München und parke wo ich will. Wenn das bergvolk es so haben will, dann bekommen sie es auch… :cool: Vielleicht klebe ich mir aber auch ein schild ans auto mit der aufschrift: Das berühren des fahrzeugs kostet 20 €uro, bitte klemmen sie die kohle hinter den scheibenwischer!

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Wir sind das Volk

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Gestern habe ich eine interessante meldung im radio gehört…

Knapp dreiviertel aller bundesbürger sind nämlich dafür, diverse politische entscheidungen in zukunft per volksentscheid abzustimmen. Beispiele haben ja Bayern mit dem entscheid zum nichtraucherschutz und Hamburg mit dem blocken der schulreform schon gegeben. Generell finde ich es schon gut, wenn man “uns” auch mal mit entscheiden lässt. Allerdings mit einschränkungen…

Denn es ist ja bekannt, dass bei den diversen wahlen auf landes- oder bundesebene immer weniger leute wirklich ihr recht wahrnehmen, demokratie zu praktizieren. Den nichtwählern gehört meistens der grösste stimmenanteil und das kann dann auch mal - wie gerade hier in NRW - die bildung einer regierung verzögern oder gar unmöglich machen. Wenn ich mir zum beispiel vor augen führe, dass zum beispiel der nichtraucherschutz per volksentscheid mit 61% durchgesetzt wurde, die wahlbeteiligung aber nur bei etws über 35% lag, dann hinterlässt das schon einen falen beigeschmack.

Man stelle sich vor, unsere finanzielle unterstützung für Griechenland wäre per volksentscheid mit in etwa diesen prozentzahlen abgeschmettert worden, dann hätten sich wahrscheinlich nicht nur einige politiker in den allerwertesten gebissen, sondern eventuell wäre die ganze weltwirtschaft den bach runter gegangen. Auch für eine solche abstimmung an sich dürfte vielen - ich schliesse mich da nicht aus - das richtige hintergrundwissen fehlen.

Quelle Flickr

Da wären mit sicherheit viele entscheidungen aus dem bauch heraus getroffen worden. Der eine etwa hätte dafür gestimmt, weil er beim Griechen um die ecke immer lecker essen geht. Der andere wiederum hätte dagegen gestimmt, weil Griechenland 2004 nur mit viel glück europameister geworden ist. Und einem dritten wäre es egal gewesen, weil er weder griechisch essen geht noch sich für fussball interessiert. In solchen fällen dürfte ein volksentscheid schwierig werden…

Generell finde ich es gut, dass zumindest bei entscheidungen auf länderebene das volk auch mal entscheiden soll. Schliesslich müssen wir den mist ja auch ausbaden, den unsere bundesbonzen in Berlin über unsere köpfe hinweg entscheiden. Allerdings finde ich schon, dass rechtskräftige wahlen mindestens eine wahlbeteiligung von 70% voraussetzen sollten, damit am auch von einem volksentscheid sprechen kann und nicht von einem zufälligen ergebnis.

Was haltet ihr denn von volksentscheiden? Überflüssig oder notwendig?

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Ausgepafft

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Bayern hat ja wirklich wunderschöne landstriche…

Ich bin ja auch ziemlich oft beruflich dort, wobei mich allerdings jetzt immer weniger dort hin zieht. Denn nach dem gestrigen volksentscheid darf nicht nur ich dort in zukunft zum bier keine mehr quarzen. Die wahlbeteiligung unter den rund 9,4 millionen wahlberechtigten Bajuwaren lag bei 37,7 prozent, wovon knapp 61% für ein rauchverbot stimmten. Und während es den rauchern im land offensichtlich zu warm war, um das ganze noch anzuwenden, hat ihnen die nichtraucherlobby jetzt richtig eine eingeschenkt…

Tja, so kanns gehen… Während sich die nichtsüchtigen freuen, werden sich nächstes jahr wahrscheinlich die wirte der grossen oktoberfestzelte mächtig in den allerwertesten beissen. Denn auch dort gilt nur dieses jahr noch, das ausnahmsweise noch gepafft werden darf. Und ich möchte jetzt schon darauf wetten, dass nächstes jahr das erste mal kein neuer umsatzrekord aufgestellt wird. Wobei die dortigen wirte deshalb sicherlich nicht am hungertuch nagen werden…

Viel schlimmer trifft es wohl die pächter von kleinen kneipen, denn die werden es als erstes zu spüren bekommen wenn ihre gäste ausbleiben, die in zukunft ihre maß lieber daheim trinken. Wir haben hier bei uns ein gutes beispiel, wie schnell so etwas geht. Ein wirt im nachbar-stadtteil, der entgegen den meisten anderen keinen internen raucherclub eröffnet hat, hat mangels kundschaft nach einem jahr geschlossen. Wobei bei uns die kneipendichte allerdings auch etwas höher ist… :wink:

Garantiert wird diese diskussion jetzt auch wieder in alle anderen bundesländer getragen und ich bin wirklich gespannt, wie sich NRW dann verhält. Denn gerade Köln und auch in Düsseldoofdorf, um nur mal die hochburgen zu nennen, haben mit München etwas gemeinsam. Auch hier gibt es ein etwas grösseres fest namens karneval und mancher kleine verein und auch manche grosse gesellschaft hätte in zukunft mit sicherheit probleme, die festsäle voll zu bekommen.

Aber ich freue mich darüber, dass die raucher bei aller diskriminierung wenigstens noch dazu gut sind, den staat mit tabaksteuern kräftig zu unterstützen. Vielleicht könnte man diese ja jetzt aus gleichberechtigungsgründen erlassen und den nichtrauchern aufbrummen. Wobei es noch ein viel grösseres problem gibt… Denn hoffentlich wandern jetzt nicht zu viele rauchende Bayern zu uns nach NRW aus, nur weil sie hier noch in der kneipe quarzen dürfen… :shock:

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