Super Bowl

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Amerika tickt ja in vielen dingen etwas anders wie wir hier in der alten welt…

Vieles wurde von dort übernommen, nicht nur geröstetes hackfleisch zwischen zwei labrigen weissbrothälften. Auch sportarten, die bei uns noch bis vor ein paar jahren keinen hund hinter dem ofen hervor lockten, werden hier immer populärer. Gut, Baseball wird hier auch von minderheiten gespielt, allerdings kapieren selbst die die es spielen die regeln nicht… :roll:

Anders sieht das schon beim American Football aus. Diese abart des Rugby findet auch bei uns immer mehr anhänger und auch das regelwerk ist nicht so undurchsichtig. Und es gehört zu den wenigen sportarten, die nur von männern richtig betrieben werden können. Zwar gibt es hüben wie drüben auch weibliche football-teams, dies aber nur, um daraus den nachwuchs an cheerleadern zu rekrutieren… :kicher:

Und heute nacht findet der 44. Super Bowl zwischen den Indianapolis Colts und den New Orleans Saints statt. Und natürlich werde ich mir dieses spektakel wieder ansehen, auch wenn morgen früh die augen wieder etwas eckig sein sollten…

Und ich freue mich einfach auf ein hoffentliches schönes endspiel, ohne jetzt einem team besonders die daumen zu halten. Gibts unter euch auch gleichgesinnte, die sich den Super Bowl ansehen werden?

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Kölsch-Englisch

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Manche leute tun sich ja mit fremdsprachen relativ schwer…

Während ja in unseren gefilden wenigstens noch ein rest vom schul-englisch oder französisch hängen geblieben ist, sind die mitbürger, die ehemals hinter der grossen mauer beheimatet waren, im russischen relativ fit. Und viele haben es überhaupt nicht mit fremdsprachen, da teilweise die lust oder die möglichkeit fehlte, diese auch anzuwenden.

Ein erlebnis dieser art liegt schon ein paar jahre zurück. Eine sehr gute freundin war mit ihrem damaligen lebensabschnittsgefährten und uns über den grossen teich ins land der unbegrenzeten möglichkeiten geflogen. Dort sind wir dann mit dem motorrad von küste zu küste gecruist und haben zumeist in motels übernachtet.

In einem dieser motels kam es dann zu folgendem kleinem “zwischenfall”. In Amerika ist ja so ziemlich alles mit klimaanlagen ausgestattet. Auch die zimmer unseres motels waren klimatisiert. Allerdings zeigte es sich, als wir die zimmer in beschlag nahmen, dass im raum von H. wohl etwas nicht stimmte, denn unter der ausblasöffnung war eine grosse pfütze zu sehen.

Da H. schon immer etwas impulsiv war, stürmte sie zuerst in unser zimmer, um dies zu berichten. Ich empfahl ihr dann, dies am empfang zu reklamieren. Was sie auch tun wollte, allerdings bat sie mich mitzukommen, da es um ihre englisch-kenntnisse nicht soooo gut bestellt war. Also sind wir beiden richtung ausgang getrabt, damit sie ihr leid dort klagen konnte…

Während dieses kurzen weges redete sich H. allerdings so richtig in rage und liess sich kaum beruhigen. als wir am empfang ankamen, stand dort ein etwas grösser maximalpigmentierter herr hinter der theke. Und noch bevor ich etwas sagen konnte, hatte H. mit einem satz schon alles berichtet und ich mir fast das beinkleid benässt. Denn sie sagte zu dem portier:

“Hey… you…” und fuchtelte aufgeregt mit den armen herum und zeigte in richtung ihres zimmers, “in my room, do dröp et vun der deck!” (Für nicht - Kölner: Hallo sie, in meinem zimmer tropft es von der decke!) Das fragende gesicht des maximalpigmentierten herrn werde ich mein leben lang nicht vergessen… :lol: Btw… Ich habe ihm dann danach übersetzt…

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Anstand

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Manche leute haben ja wirklich den anstand mit dem schöpflöffel gefressen….

Das ist mir in der vergangenen woche erneut aufgefallen, da hatte ich wieder mal so ein exemplar am nebentisch sitzen. Das erste was er zu bemängeln hatte, war das bier, dass die kellnerin ihm serviert hatte. Es war ihm offensichtlich zu warm und auch nicht über dem eichstrich gezapft, wie er der bedienung lautstark und gestenreich klarmachte. Wie sein akzent verriet, kam er offenbar aus dem land der indianer. Und offenbar gab ihm dass das recht, dies auch gleich der ganzen kneipe mitteilen zu müssen. Glaubte er offensichtlich….

Als nächstes kam dann das essen an die reihe. Das fleisch war nicht durch, der salat versalzen und er sei ja, zitat “nicht nach Germany gekommen, um so einen schweinefrass vorgesetzt zu bekommen.” Was mich doch ein wenig verwunderte, denn zufälligerweise hatte ich das gleiche gericht kurz zuvor gegessen, woran es aber auch nicht das geringste zu beanstanden gab. Naja, vielleicht hat er ja in ami-land seine geschmacksnerven pimpen lassen…

15 minuten später brachte ihm die kellnerin einen neue portion und servierte sie ihm freundlich lächelnd. Was ihn zu der aussage bewegte, sie “brauche ihn nicht so blöd anzugrinsen.” Was die kellnerin etwas konsterniert zur kenntnis nahm und wofür sie sich sogar entschuldigte. Da ich ihr lächeln erstens nicht als blödes gegrinse aufgefasst habe und mir zweitens ein solches benehmen tierisch gegen den strich geht, fühlte ich mich dann doch genötigt, dem “herrn” mal auf den zahn zu fühlen.

“Sie kommen aus Amerika” fragte ich ihn und sah zu ihm herüber. “Yeah, gebürtig aus Hannover, aber ich lebe schon 42 jahre in Wisconsin” antwortete er mir ohne zu zögern, war aber scheinbar überrascht, das ich ihn ansprach. “Kennen sie Wisconsin?” fragte er mich in seinem amerikanischen slang. “Nein” antwortete ich kurz, “nur aus dem atlas.” Er nickte und wollte scheinbar gerade etwas sagen, als ich noch locker hinterher schob: “Wenn da nur solche arschlöcher leben, möchte ich es auch nicht kennen lernen!”

Da drehte er sich weg und pickte weiter lustlos in seinem essen… Es gibt situationen, da kann ich einfach nicht das maul halten… :roll:

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Wahlparty

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Eben auf dem nachhauseweg habe ich im radio gehört, dass an diversen orten in ganz Deutschland die nacht zum tage gemacht und der ausgang der amerikanischen präsidentschaftswahl verfolgt wird.

Ich werde es auch noch im internet verfolgen, zumindest eine zeit lang. Aber erstens bin ich viel zu müde um mir jetzt noch eine nacht um die ohren zu schlagen und zweitens kann ich das morgen auch noch ganz gemütlich nachlesen, wie der herr Obama seinen gegner, den herrn McCain geschlagen hat…

Und dann würde ich jetzt noch gerne wissen, ob die amis auch so einen bohei veranstalten, wenn bei uns wahlen stattfinden. Von denen bleibt bestimmt niemand auf… Nur hier wird ein wirbel veranstaltet dass man glatt denken könnte, mit dem herrn Obama wird die welt neu erschaffen.

Bleibt ihr etwa auch die ganze nacht auf, um euch das spektakel in Amerika anzusehen?

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