Die Schwaben

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Schwaben sind ja ein lustiges völkchen….

Sie setzen zum beispiel immer ein “le” an jedes wort, wo sich auch ein “le” anfügen lässt. Strässle ist so ein beispiel, trink mer noch a bierle war mir sehr symphatisch…. Vor allen dingen, weil mir die dort ausgeschänkten hefekaltschalen einen erhöhten harndrang bescherten. Welcher mich dann öfter mal zum pissoirle laufen liess…

An das grüss gottle zur begrüssung und das tschüsle oder adele zur verabschiedung habe ich mich auch relativ schnell gewöhnt. Als ich allerdings gestern abend mit einem kunden essen war und ihm erzählte, das ich ein blog führe, sagte er doch glatt zu mir: “Ach, sie haben auch so a blögle?”

Dieses “le” scheint ein angeborener drang der Schwaben zu sein, dinge zu verniedlichen. Wo der Schwabe allerdings nicht verniedlicht, ist bei den ortsansässigen automobilherstellern. Würde sich aber auch zu dämlich anhören wenn jemand sagen würde: ” Tagschüber fahr i mit meim mercedesle und abends steig i dann um auf mei porschle….”

Wobei ich mit diesem beispiel schon das zweite sprachliche kuriosum als beispiel dargestellt habe: Das “sch.” Wenn der Schwabe ein “s” aussprechen möchte, dann formuliert er meischtens ein “sch”. Aus einem haus wird dann schnell ein hausch, ein gasthaus wird zum gaschthausch und ein arzt wird zum artscht. Ach ne, da war ja gar kein “s” drin. Trotzdem sagen sie artscht, die Schwaben….

Aber sonst sind sie ein lustiges völkchen, die Schwaben. Nur sprechen müssen sie noch lernen….

Übrigens war ich heute mittag zwei stündchen bei Zessi und “Thorschten” zu gast. Wir haben gemütlich kaffee getrunken, hefezopf genossen und getratscht. Den neuzuwachs der familie durfte ich auch erleben und zum abschied gabs auch noch marmelade als geschenk. Vielen dank nochmal an dieser stelle für eure gastfreundschaft äääh…gaschtfreundschaft… ;-)

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13 Kommentare

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  1. Ich erinnere mich da an einen Kassenzettel aus einer Raststätte Raschtschtätte auf dem stand:
    Weckle (Brötchen) ………. 1,50€

  2. Aus dem Haus isch ganz gwies koi Hausch gworda, höchschtens a Häusle. Hosch denn au Lensa ond Schpätzla gessa?

  3. Besser noch: Gaschtfreundschaftle:mrgreen:

  4. Bekannterweise kann der Schwabe alles - außer hochdeutsch. Aber man muss auch Menschen mit einer so netten Sprachbehinderungen lieben… ;)

    Übrigens nennt der Schwabe sein geliebtes Automobil nicht Mercedes sondern Daimler. Allerdings auch ohne le…

    Stef

  5. Konsequent wäre Mercedeschle, oder?

  6. i hoff, des marmelädle (oder au gsälzle) schmeckt euch!
    un sooo viele sch hemmer au net zum schwätza.
    des isch a unwahrheidle. ;)
    aber s`war nett und mir megat au net-schwoba! :D

  7. Müsste es dann nicht eigentlich Tschessile heißen? ;-)

  8. dafür kommed de beschte Schpätzle aus em Schwobaländle, gell? Hab ich des jetz rischtisch geschriebe? :-)

  9. @ matthias: *LOL* schdimmd!
    @ dandu: faschd. es hoissd “schbädzle” :mrgreen:

  10. Ach, was sind wir Hessen dagegen so einfach -
    mir babbele wie uns de Schnabbel gewachse is unn habbe üwwerhaubt kaa Prohblem mit de deutsche Spraach … :mrgreen:

  11. mir badenzer sinn besser als die schwobeärschlen *duckundweg* :-D

    bei uns gibds bibbeleskäs unn schupfnuddle… *mnjammm*

  12. Mischad sich d’ Gelbfiaßler au scho wiedr ei… :P

    “Was isch groß?” – “En Elefand,”
    “Was isch größer?” – “Schduagert.”
    “Ond was isch am größda?” – “Lensa mid Schbädzle ond Saidawürschd…”

  13. Ich vermisse ja einiges aus der schwäbischen Küche - auch wenn ich mir sicher bin, hier in Berlin entsprechende Restaurationen zu finden. Angeblich sind Schwaben ja die am meisten vertretenen “Ausländer” hier in der Hauptstadt. Gefühlt kann ich das bestätigen, ist Schwäbisch doch außer “Jugendsprech” die bisher hier am häufigsten von mir vernommene Sprache…

1 Trackbacks/Pingbacks

  1. [...] Hans berichtete jüngst über seine Erfahrungen mit den Schwoobe. Da fällt mir doch spontan eine Geschichte ein, die ich immer wieder erzählt bekomme, an die ich mich allerdings kein bisschen erinnern kann, obwohl ich dabei gewesen war … sagt man zumindest. [...]

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